Therapieverlauf

Therapeutisches Vorgehen

Das übergeordnete Ziel einer schematherapeutischen Behandlung besteht darin, dem Patienten zu helfen, seine Bedürfnisse auf eine erwachsene (funktionelle) Art und Weise zu befriedigen.

Zunächst werden in einer Phase der Einschätzung und Edukation die Schemata und Modi identifiziert, die bewirken, dass bestimmte unerwünschte Verhaltensweisen immer wieder ausführt werden. Dabei wird der Patient über die Grundannahmen der Schematherapie informiert, und es erfolgt eine Einschätzung der aktuellen Probleme und eine Problemanamnese sowie eine Konkretisierung der Therapieziele.

Ausgehend von den in der ersten Phase gesammelten Informationen erstellt der Therapeut ein Fallkonzept. Es schließt sich die zweite Phase, die Phase der Veränderung an, in welcher verschiedene therapeutische Techniken zum Einsatz kommen. Oft werden emotionsfokussierte Techniken wie z. B. Imaginationsübungen eingesetzt, in denen der Patient mit den Emotionen, die hinter den Schemata verborgen liegen, in Kontakt kommt. Verhaltenstherapeutische Techniken wie z.B. Rollenspiele und die Vereinbarung von Hausaufgaben dienen dazu, schemabedingte Muster im alltäglichen Handeln aufzubrechen.

Als Unterstützung empfehlen wir das Selbsthilfebuch von Jeffrey E. Young oder das PatientInnenbuch von Eckhard Roediger als sinnvolle Begleitlektüre für eine schematherapeutische Behandlung.